Belize – Caye Caulker

Februar bis April 2026

Ja, es ist unglaublich, wir sind von San Pedro 12 Meilen nach Süden gefahren, wieder zur Caye Caulker. Das war auch so geplant, was nich geplant war, ist, dass wir zwei Monate dort geblieben sind.
Was soll ich sagen, wir haben uns verliebt. Verliebt in diese unkomplizierte, langsame Insel mit ihrem azurblauen Wasser und den lässigen Menschen. Du bekommst hier alles, was du für das tägliche Leben brauchst, kannst im glasklaren Wasser schwimmen und es gibt reichlich Raum für Wolfgang´s Morgenrunden.
Und verschiedene Ausflüge kann man auch machen.
Ich bin niemand, der den schönsten Platz, das tollste Erlebnis definiert. Meiner Meinung nach gibt es viel zu viel Schönes, um sich auf eines festzulegen. Aber diese Insel gehört sicher zu den schönsten Plätzen unserer Reise. Leben könnte ich hier nicht, viel zu klein, aber mit der Seele baumeln kann man hier ohne Ende.

Es sind eigentlich zwei Inseln, die durch den sogeannten Split unterbrochen sind. Hier verkehren winzige Fähren, um Menschen und ihre Fahrzeuge auf den Nordteil der Insel zu bringen.

Es gibt keinerlei Autos, ausschließlich Fahrräder und Golfkarts, allein schon das entschleunigt. Für einen unserer Ausflüge haben wir Räder geliehen, genial einfach. Kein Gang, keine Handbremsen, nur Rücktritt. Absolut ausreichend in dem Gelände, wo die maximale Erhebung zwei Meter ist.
Wir erkunden die Nordinsel. Zuerst mit der Fähre rüber und dann geht es sieben Kilometer Richtung Norden. Dieser Teil der Insel ist kaum besiedelt, allerdings wird viel gebaut. Die Belizer haben hier offensichtlich einiges vor. Kurz vor Ende der Ausbaustrecke :), der Sandstraße – es gibt keine einzige asphaltierte Straße – kommen wir zu einer winzigen Marina. Auch ein Projekt, das gestorben ist, dabei wäre das sicher ein toller Platz, durch einen Kanal fährt man zu und liegt dann rundum geschützt. Kurz danach endet die Straße im Nichts.
Wir suchen einen Platz zum Baden, schon von Beginn weg war immer „the Bliss“ angeschrieben, anscheinend ein Lokal, wo man auch Baden kann. „The Bliss“ liegt direkt neben der Marina. Geharkter weißer Sand empfängt uns, ein lässiger Zaun, ein Schild, alles in weiß und stilvoll verteilte Pflanzen. Wir wagen kaum einzutreten und kommen aus dem Staunen nicht heraus. Ein Traumplatz! Lässig verteilt Liegen, Sitzgruppen, Hängematten, wieder alles in Weiß. Die Bäume und Pflanzen so verteilt, dass man am Großteil der Sitzgelegenheiten Schatten hat. Eine Bar, ein Restaurant. Die Kellner in eleganter Uniform. Auf unsere Frage, ob das alles öffentlich ist, kommt einfach „it´s all yours“ als Antwort. So ist das hier, da kannst den ganzen Tag bleiben und genießen. Verrechnet wird die Konsumation und die ist auch nicht teurer, als in anderen Restaurants.
Wir sind begeistert!

Eine tolle Runde für Abendspaziergänge haben wir auch gefunden. Ganz im Süden führt ein Weg rund um die Insel, traumhaft im Abendlicht. Leider hat im März das Sargassum stark zugenommen und die Ostseite ziemlich zugemüllt und verstunken. Sie arbeiten wie die Wilden, um damit fertig zu werden, aber das ist ein schwieriges Unterfangen.

Ja, und einen Schnorchelausflug haben wir auch gemacht. Mit kleinen Booten bringen sie dich ans Riff und du kannst drei Schnorchelgänge machen. Obwohl traumhaftes Wetter war, hat der Atlantik eine ganz schöne Dünung selbst über das Riff und wir mussten uns schwimmtechnisch ziemlich ins Zeug legen. Der letzte Schnorchelgang ist wirklich ein Gang, du stehst im Wasser, der Guide füttert Ammenhaie und Rochen und du stehst mitten drinnen. Sie schwimmen um dich, durch deine Füße.
Als Abschluss geht es dan noch durch den Split zur Tarpunfütterung. Tarpune sind große, harmlose Fische, in Belize sind sie geschützt. Die Fütterung ist eine richtige Touristenattraktion.

Und das absolut Schrägste ist die tägliche Rochenfütterung. Sie findet jeden Sonnenuntergang statt. Hunderte Rochen und hunderte Touristen tummeln sich im Sand. Die Touristen dürfen die Rochen füttern, was sehr spannend ist, da man unter den Rochen greifen muss, der Mund ist unter der Rundumflosse. Ein außergewöhnliches Erlebnis.

2 Kommentare zu „Belize – Caye Caulker

  1. Hallo ihr Lieben, das ist ja mega schön! So einzigartig! Ich verstehe euch, dass ihr diese wunderbaren Inseln sehr genossen habt. Super Bilder, danke dafür. Habt weiterhin eine traumhafte Weiterreise! Viele Bussis aus Wien 💕

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