Andalusien

Guadalquivir

Die Mündung des Guadalquivir

Der Parque Nacional de Doñana ist schon seit 1994 Unesco Weltnaturerbe. Früher besiedelt, wurde er unter Franco enteignet und der Öffentlichkeit zugeführt. Den Hausbesitzern wurden alternative Unterkünfte angeboten, wer sich weigerte, durfte bleiben aber nichts verändern, nicht verkaufen und das Häuschen nur an die Kinder weitergeben. Heute gibt es daher noch einige Hütten, die als Wochenenddomizile genützt werden. Ein oder zwei dieser Hütten sind auch noch bewohnt.
In dieser wunderschönen, unberührten Landschaft hatten wir das Gefühl hier in ein System einzudringen, wo wir nicht hingehören. Zugvögel finden hier Ruhe, bevor sie nach Süden weiterziehen, zahllose bedrohte Arten leben hier und die Landschaft bildet eine Barriere für Spanien gegen den Atlantik und vor allem den Sand. Ohne dieses Gebiet würde das Land versanden. Darüber hinaus speichert die Landschaft Wasser, das leider von den umliegenden Gemeinden und Plantagen im Übermaß abgezweigt wird, was diese Barriere auf Dauer gefährdet.

Christoph Columbus brach hier von Palos de la Frontera in die „Neue Welt“ auf und segelte bei seiner Rückkehr den Guadalquivir bis Sevilla um Isabella und Ferdinand seine Aufwartung zu machen.

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