Antigua

Februar 2024

Am 17. Februar haben wir zum ersten Mal nach fast drei Wochen wieder festen Boden betreten, gar nicht so einfach, Wolfgang als Bootseigner muss zuerst einklarieren und der Rest der Crew darf das Schiff nicht verlassen, nicht einmal schwimmen gehen. Eigentlich war ich mir sicher, dass ich ziemlich landkrank sein werde, aber es war erstaunlicherweise nicht so schlimm.
Und mit einem Schlag waren wir in der Karibik – bunt, üppig, schwarz, laute Musik und Freude. Speziell auf Antigua spürt man das Easy Living. Vielleicht mehr für die Touristen, trotzdem ein fulminanter Einstieg. Antigua war britisch, ist mittlerweile unabhängig, trotzdem haben die Briten ihre Spuren für immer hinterlassen. Einiges ist davon ist sogar Weltkulturerbe, wie zum Beispiel Nelsons Dockyard, hier werden auch die Gäste der Kreuzfahrtsschiffe busweise hergekarrt.
Donnerstag und Sonntag ist Barbecue auf Shirley Heights, wo Admiral Nelson persönlich Ausschau gehalten hat, ob feindliche Schiffe im Anmarsch sind. Vielleicht nicht er, aber es sind dort noch Reste einer Signalstation und Truppenunterbringungen. Heute ist es ein Lokal und zweimal in der Woche wird gegrillt, zwei Bands spielen auf und es gibt einen fantastischen Sonnenuntergang.

St John, die Hauptstadt, ist Anlaufstelle der Kreuzfahrtsschiffe. Bei unserem Besuch liegen zwei solche Gemeindebauten direkt am Kai. Die Massen wälzen sich durch die kleine Stadt, die noch ein paar alte Gebäude im Hafen aus der Zeit der Briten bietet und ansonsten eigentlich uninteressant ist. Einkaufen kann man hier, was für uns wichtig ist, sobald wir fertig sind, flüchten wir aber.

Im Nordosten der Insel geht es über eine Nebenstraße zum Indian Town Point und zur Devils Brigde. Wolfgang und Luise haben sich als echte Touristen erwiesen und diese Highlights besucht und waren eher überrascht.

Ganz im Osten liegen zahllose Riffs vor der Küste, wir haben trotzdem tolle Ankerbuchten gefunden und konnten Stingray City, ein geschütztes Gebiet, in dem Stachelrochen leben, vor den Touristen besuchen. Sehr vergnüglich war auch der Einkauf von Lebensmitteln. Im Osten ist es gar nicht so einfach, Lebensmittel zu kaufen. Google hat uns Welsh´s Suprette empfohlen und so sind wir mit dem Bus dorhingefahren. Auf Antigua gibt es Kleinbusse, Einheitspreis sind 2,5 ECD (Eastcaribbian Dollar), egal wo hin man fährt. Es können zirka 12 Personen mitfahren und für uns war das ein herrliches Abenteuer, wie auch die Suprette, die eine Art besserer Minimarkt war und voll mit einheimischen Lebensmitteln.

Ein letzter Stopp auf Green Island in einer wunderschönen Ankerbucht und dann sind wir wieder in English Harbour zum Ausklarieren.

Wir sehen uns in Guadeloupe!

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