Verliebt in Lanzarote

Dezember 2023

Eine Insel zum Verlieben. Schon bei der Anreise lockt sie mit schwarzem Vulkangestein und weißen Häusern. Sicherlich nicht für jeden etwas, für mich aber ein Traum. Wir haben cirka drei Wochen Zeit und können einige Ausflüge machen. Lanzarote ist karg, vulkanisch, und ein Teil der Insel wurde vor einigen hundert Jahren durch einen erneuten Ausbruch verschüttet. Das Areal des Ausbruchs ist heute Nationalpark und nur im Rahmen einer Tour zu besichtigen.

Cesar Manrique ist der prominenteste Sohn Lanzarotes. Als Architekturstudent auf Teneriffa wurde er regelmäßig verhöhnt, „Auf Lanzarote gibt es doch nur Steine und Ziegenköttel“. Das spornte ihn an, die Schönheit seiner Heimatinsel durch Architektur hervorzuheben. Die Insel trägt sein Bild, überall gibt es Bauwerke, Einflüsse von Cesar Manrique: Einen Kaktusgarten, einen Aussichtspunkt im Norden auf die Nachbarinsel Graciosa, das Restaurant im Vulkannationalpark. Und als Höhepunkt hat er sich in fünf Vulkanblasen sein Haus gestaltet. Heute ist es ein besuchbares Museum. Manrique war Visionär, Freigeist und auch ein Halodri. Die Bilder in seinem Haus zeugen von einem Leben voll Fülle und Freude(n).

Lanzarote hat auch seinen eigenen Wein, der aufgrund des vulkanischen Grundes sein besonderes Aroma hat. Wie in Österreich die Wachau, gibt es auch dort ein Tal, wo der Großteil des Weines angebaut wird, in einer ganz besonderen Anbauweise. Angebaut wird hauptsächlich Malvasier und das in einer einzigartigen Art und Weise. Die Rebstöcke werden in die Erde eingegraben und durch eine halbkreisförmige Mauer aus Vulkangestein vor dem Wind geschützt. Dadurch ensteht ein Muster von Bienenwaben, das sich über die gesamte Landschaft zieht. Leider war es bei unserem Besuch nicht so beeindruckend, da die Rebstöcke keine Blätter hatten.

2 Kommentare zu „Verliebt in Lanzarote

  1. … das sieht ja noch schlimmer aus als am Ätna! Muss mal schauen, ob man hier auch einen Wein aus Lanzarote kaufen kann? Tönt ja sehr interessant, Malvasier kenn ich natürlich. Aber nicht den aus L.

    Ja es gibt schon wunderbare Orte auf dieser Welt … schön dass ihr einige davon nun anschauen könnt!

    Wünsch euch allen eine ruhige und sturmfreie Überfahrt (oder wie auch immer man das nennt?) auf die karibischen Inseln! Ende Januar geht’s los?

    Herzlichst aus Schöfflisdorf Rudi —————————————

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