Trindidad

August bis Oktober 2024

Unser Wetterfenster ergibt sich plötzlich und ebenso rasch ist unser Aufbruch. Am Sonntag, nachdem die Kinder uns verlassen haben, geht es nach Trinidad. Wir brechen nachmittags auf, erwartete Reisezeit sind 18 Stunden. Montag nachmittag sind wir gut in Trinidad, etwas langsamer, als erwartet, da wir sehr wenig Wind und eine starke Strömung gegen uns haben. Schon vor Ankunft wird klar, dass Trinidad anders ist, obwohl es noch zur Karibik gehört. Das Festland Südamerikas ist zum Greifen nah, die Berge Venezuelas ragen vor uns auf. Das Wasser ist auf einmal braun, hier ergießt sich der Orinoko ins Meer und sorgt für die Farbe.

Trinidad ist berüchtigt, ich muss sagen, uns gefällt es auch hier sehr gut. Es ist einfach lässig. Die Menschen sind lässig, Leute wie du und ich, nur mit dunkler Haut. Absolut kompetent und verlässlich. Wir fühlen uns keine Sekunde unsicher, natürlich gibt es auch hier Säufer und Junkies, aber das kennen wir auch von Zuhause.
Wir genießen noch einige Tage die westlichste Insel, Chacachacare, die direkt vor Venezuela liegt. Die Insel ist unbewohnt, früher war hier ein Leprakrankenhaus und auf einem anderen Teil der Insel ein Harekrishna Retreat mit Tempel. Die Ruinen stehen noch und sind mittlerweile von Rabengeiern bewohnt. Sehr gespenstisch. Wir sind ganz alleine, ein Genuss.

Ja, und dann ist das Segeljahr vorbei. Allegria kommt an Land, um das Riff zu entfernen und auch sonst alle Servicearbeiten durchzuführen. Und wir kommen nach Hause.

Anfang Oktober sind wir wieder da und schon sehr gespannt, wie die Süße aussehen wird.

Kommentar verfassen