Chichén Itzá und Merída
Jänner 2026
Gemeinsam mit Jonny gönnen wir uns eine sechstägige Landreise auf Yukatan. Es ist unfassbar, wie riesig Mexiko ist, wir kratzen nur ein bisschen am östlichsten Rand des 130 Millionen Einwohner Landes. Und die sechs Tage müssen gut geplant sein, denn zwischen den einzelnen Sehenswürdigkeiten ist jede Menge Straße.
Auf dem Ausschnitt in Google Maps sieht man unsere gesamte Reise in Gelb.

Erstes Ziel ist Chichén Itzá, die berühmte Maya Pyramide und Stadt, obwohl extrem touristisch, will ich sie unbedingt sehen. Es ist erstaunlicherweise weniger schlimm, als erwartet. Wir finden einen Parkplatz, müssen an der Kassa nicht sehr lange anstehen und dann sind wir schon drinnen und gehen durch den lichten Wald auf die Pyramide zu. Und sie ist absolut beeindruckend. Auf freiem Platz in der Mitte von allen vier Seiten zugänglich steht sie da als Wächter aus einer anderen Zeit. Kein Wunder, dass der Ort 2007 in die Liste der sieben Weltwunder aufgenommen wurde. Die Anlage ist riesig, zuerst sind wir so beeindruckt von der Pyramide und den umliegenden Tempeln mit ihren Steinfresken, dass wir die dahinter liegenden Ruinen der Stadt fast übersehen hätten.
Hinter den Heiligtümern geht es durch ein lockeres Wäldchen und wir finden uns in den Ruinen einer Mayastadt wieder. Hier sehen wir zwischen Tempelruinen auch Zisternen, wo damals das Wasser gelagert wurden, einige „Mayahäuser“ wurden rekonstriert, es gibt Ruinen eines Bades, ein Observatorium und sogar ein „Nonnenkloster“ und eine „Kirche“, von den Spaniern so benannt, bei den Mayas war das wahrscheinlich ein Palast.










Nach diesem faszinierenden Erlebnis fahren wir noch nach Merída, wo wir übernachten wollen. Bei unser Ankunft wird es schon dunkel und offensichtlich habe ich ein Hotel im Rotlichtviertel direkt an der Hauptbusstation erwischt. Wir sind etwas enttäuscht. Der nächste Tag verbessert unseren Eindruck massiv, Merída, von der richtigen Seite besucht, ist entzückend, quirlig und absolut mexikanisch. In der Innenstadt reihen sich alte spanische Prunkbauten aneinander, beaufsichtigt von einer der ältesten Kathedralen des amerikanischen Kontinents. Die Catedral de San Ildefonso wurde im 16 Jahrhundert über den Ruinen eines früheren Maytempels erbaut. Rund um die Plaza Grande haben sich zahlreiche Cafés, Geschäfte mit den traditionellen Dia del Muertos Devotionalien und Restaurants angesiedelt. Wir kommen mit einem Einheimischen ins Plaudern und bekommen einen weiteren Besichtigungstipp in der Nähe von Merída, Izamal.









Izamal, Spitzname Ciudad Amarillo, ist ein entzückendes, kleines Städtchen dominiert von dem gewaltigen Convento de San Antonio de Padua, ein Kloster aus dem 16. Jahrhundert, das immer noch genutzt wird. Rund um den Hauptplatz, an dem das Convento liegt, finden sich entzückende Geschäfte mit ausgesprochen interessanter Kunst und das Centro Cultural y Artenasal, wo Volkskunst aus ganz Mexiko ausgestellt wird.
Die Gebäude im Zentrum sind wirklich dottergelb, was der Stadt ein sehr elegantes Erscheinungsbild verleiht.











Danke für die wunderschönen Eindrücke. Beneide euch. Habt es weiterhin fein! Viele Bussis aus Wien! 😘💞